M a s s e n t i e r h a l t u n g


   ... Leben für den Tod

Probleme in der Massentierhaltung:

Neben dem tierschutzrechtlichen Bereich, auf welchem ausführlich auf diesen Seiten eingegangen wird,
gibt es mindestens noch 3 weitere Bereiche, die von den Auswirkungen der Massentierhaltung betroffen sind
und in denen gravierende Probleme durch Massentierhaltung verursacht werden.

Diese Bereiche sind:

1. Gesundheit des Menschen
2. Umweltschutz
3. Welternährung

Warum Massentierhaltung auch in diesen Bereichen zu Problemen führt, wird im folgenden erläutert.

Im folgenden ein sehenswertes Video, welches die Probleme im Zusammenhang sehr anschaulich zeigt.


 


1. Gesundheit des Menschen

Die Gesundheit des Menschen wird durch Massentierhaltung beeinträchtigt.
Dabei gibt es einerseits gesicherte Erkenntnisse und andererseits ungesicherte Erkenntnisse.

Gesicherte Erkenntnisse:

Die gesundheitlichen Gefahren der Massentierhaltung sind immens. Aus Studien der tierärztlichen Hochschule Hannover und dem Robert-Koch-Institut geht hervor, dass antibiotikaresistente Krankheitserreger aus dieser Intensivmast für Menschen gefährlich sind. Erstmals berichtete das Wissenschaftsmagazin "Science" über die Ausbreitung eines neuen antiobiotikaresistenten Bakterienstammes der aus der Intensivtierhaltung entspringt. Diese Keime, die über den Feinstaub, der ungefiltert aus den Tiermastanlagen in die Umwelt gelangt, können schwere Entzündungen verursachen. Noch einen Kilometer im Umkreis der Anlagen ist die Belastung mit den Keimen noch nachweisbar. Auch der Transport des Viehs führt zur weiteren Verbreitung des Keims. Solche Keime sind bisher noch nicht in den Bio– und Neulandbetrieben festgestellt worden.

Als gesichert gilt, dass Bakterien Resistenzen gegen Antibiotika entwickeln, weil die Tiere in der Massentierhaltung permanent zu einem sehr hohen Prozentsatz und unabhängig von der Tierart mit Antibiotika behandelt werden (siehe auch BMELV hier - hier und hier). Die Antibiotika werden den Tieren zum Teil als Wachstumsbeschleuniger, zum Teil prophylaktisch zur Krankheitenvorsorge gegeben, zum Teil aber auch, damit sie die Torturen in der Massentierhaltung überhaupt überstehen. Hähnchen in Agrarfabriken etwa stehen zwei Drittel ihrer Lebenszeit unter Einwirkung von Antibiotika. In rund 92 % aller Tierbestände wurde im Jahr 2011 Antibiotika eingesetzt.
Damit finden sich auch Antibiotika-Rückstände im Fleisch wieder, die dann beim Menschen Resistenzen gegen bestimmte Keime bilden können. Dies bedeutet, die Widerstandsfährigkeit des Menschen gegen bestimmte Keime nimmt ab, weil die Antibiotika nicht mehr wirken. Zusammengefasst bzw. anders ausgedrückt heisst das:
Die Massentierhaltung ist geradezu ein idealer Inkubator für die Entstehung multiresistenter Keime. Durch hohen Antibiotikaeinsatz in der Massentierhaltung kommt es zur Bildung von antibiotikaresistenten Keimen. Antibiotikaresistente Keime gelten als eine der grössten Gefahren in der modernen Medizin. Die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) schätzt, dass allein in Deutschland bis zu 40.000 Menschen pro Jahr sterben, weil sie sich mit Krankenhauskeimen infizieren und infolge von Antibiotika-Resistenzen nicht auf die verabreichten Mittel ansprechen. Die meisten Fälle gehen auf das Konto multiresistenter Staphylococcus-aureus-Bakterien (MRSA) - siehe dazu z.B. auch hier (Spiegel-Online).
Im Zusammenhang mit dem Verbrauch von Antibiotika in der Massentierhaltung ist folgendes erwähnenswert:
Während die Bundesregierung im Jahr 2011 von einem Verbrauch von ca. 800 Tonnen Antibiotika in der Massentierhaltung ausging wurde nachgewiesen, dass in diesem Jahr tatsächlich 1734 Tonnen verabreicht wurden. Daran erkennt man schon, dass die Bundesregierung offenbar "dumm" gehalten wurde und sich auch nicht darum gekümmert hat, das tatsächliche Ausmaß des Antibiotikaeinsatzes zu erfassen. Dies ist in sich schon ein Skandal und ein grösserer Skandal ist es, wenn mehr als das Doppelte des Angenommenen verabreicht wurde, ohne das dies den politischen Entscheidungsträgern bekannt war.
Wie in diversen Medien berichtet wurde soll Deutschland in Europa mit grossem Abstand Spitzenreiter beim Verbrauch von Antibiotika in der Massentierhaltung sein (vgl. z.B. hier - N24). 

In der Vergangenheit kam es immer wieder zu Tierfuttermittelskandalen, weil dem Tierfutter dioxinhaltige Substanzen beigemischt wurden (z.B.: Industriefette, o.Ä.). In diesem Zusammenhang gilt es als gesichert, dass sich auch Rückstände dieser Substanzen im Fleisch der Tiere wiedergefunden hat. Bei solchen Skandalen wird dann zwar das Fleisch dieser Tiere nach Möglichkeit zurückgerufen, was aber nur soweit geschehen kann, wie es nachvollziehbar ist. Dies bedeutet, dass ein Teil dieses "verseuchten" Fleisches in den Handel gelangt und verzehrt wird (siehe hierzu auch unter "Sonstiges" auf diesen Seiten).

Als gesichert gilt weiterhin, dass auch das in den Handel gelangte Fleisch der unzähligen Gammelfleischskandale ungeniessbar war und beim Menschen schwere gesundheitliche Beeinträchtigungen hervorrufen kann (siehe hierzu auch unter "Sonstiges" auf diesen Seiten).
Man vermutet, dass sich jährlich nicht wenige Leute Lebensmittelvergiftungen zuziehen oder an Salmonellen-Infektionen erkranken, weil sie verdorbenes Billig-Fleisch oder Gammelfleisch gegessen haben - dies kann sogar tödlich verlaufen.

Durch die Massentierhaltung drohen der Menschheit Gefahren, deren Größenordnung oft noch nicht erkannt ist. Es wird immer wieder berichtet, dass in der Umgebung von Massentierhaltungsanlagen, insbesondere Geflügelbetriebe, Menschen an Asthma, Allergien, Entzündungen und anderen ungewöhnlichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen erkranken. Dies wird darauf zurückgeführt, dass Keime über die Abluftanlagen der Massentierhaltungsbetriebe entweichen, weil es keine Vorschrift gibt Abluftfilter zu installieren. Abluftfilter sind teuer und damit würden sie den ökologischen Vorteil der Massentierhaltungsanlage einschränken. Großmastanlagen sind somit Brutstätten für Keime und werden damit zur Keimschleuder für die umliegende Bevölkerung. Daneben können auch erhebliche Geruchsbelästigungen auftreten.

   

Diese Gefährdung der Bevölkerung wird scheinbar von den verantwortlichen politischen Entscheidungsträgern als auch von den örtlichen Behörden bewusst in Kauf genommen. Ebenso ist bekannt, dass die Massentierhaltung unkalkulierbare Risiken im Hinblick auf die Entstehung neuer Epidemien birgt. Auch dies scheint ignoriert zu werden.

Ungesicherte Erkenntnisse:

Nun zu den ungesicherten Erkenntnissen, die aber ein sehr hohes Maß an Wahrscheinlichkeit in sich bergen.

Bei jeder ausgebrochenen "Seuche" stehen die staatlichen Kontrollinstanzen vor kaum nachvollziehbaren Abläufen und verschlungenen Transportwegen. Solche Verhältnisse laden ein zu kriminellen Machenschaften, wie z.B.: Panschen des Futters, Missbrauch von Medikamenten, Vertuschung von Tierkrankheiten, usw.
Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass die Ursache einiger uns bekannter "Seuchen" mit der Massentierhaltung in Verbindung stehen oder zumindest stehen könnten. Zumindest weisen einige Indizien eindeutig darauf hin, zum Teil gibt es aber auch handfeste Beweise für diese Annahmen.

In den Medien wird oft davon berichtet, dass angeblich Zugvögel aus Asien Seuchen, wie z.B. die Vogelgrippe, hier bei uns einschleppen. Dabei muß immer wieder die Frage gestellt werden, ob diese Informationen tatsächlich aus unabhängigen Quellen stammen oder ob diese These bewusst durch Lobbyisten der Massentierhaltung "gestreut" wird, damit ihre Existenz nicht gefährdet wird!? Und wenn diese Informationen tatsächlich aus unabhängigen Quellen stammen stellt sich die nächste Frage, ob gesichert nachgewiesen werden kann, ob die Zugvögel den Virus tatsächlich mitgebracht haben oder ob sie sich damit nicht auch hier bei uns infiziert haben könnten!? Eine Antwort darauf lässt sich nur sehr schwer geben.

Warum man allerdings diese Fragen stellen muss hat folgenden Hintergrund:
Wenn eine Seuche wie etwa die Vogelgrippe in einem Massentierhaltungsbetrieb für Geflügel festgestellt wird und dann in der Folge zehntausende Puten, Legehennen, etc. gekeult werden, dann stellt sich doch die berechtigte Frage, wie ein Zugvogel denn den Virus überhaupt in einem solchen von der Aussenwelt abgeschotteten Massentierhaltungsbetrieb einbringen konnte?
Dafür gibt es keine plausible Erklärung! Umgekehrt wird allerdings sehr wohl "ein Schuh" daraus: Der Kot der Tiere in der Massentierhaltung  (bei grösseren Tieren die Gülle) wird als Dünger auf die Felder aufgebracht und von dort bei Regen in die Gewässer eingeschwemmt. Genau auf diese Weise können sich dann Zugvögel, die hier bei uns "landen" mit der entsprechenden Seuche anstecken. Dies ist eine vollkommen plausible Erklärung und damit wird die These, dass solche Seuchen aus Massentierhaltungsanlagen kommen sehr wahrscheinlich. Jeder weiss, dass z.B. die Ansteckungsgefahr für Menschen in Massenansammlungen ungleich grösser ist als bei Einzelpersonen, warum soll dieses Prinzip in Massenställen nicht auch gelten?

Man könnte fast zu dem Schluß kommen das die Natur, mit der wir (bewusst) so verantwortungslos umgehen, zurückschlägt.
Wer sollte es ihr vergönnen, wenn sie sich nicht anders zu helfen weiss!?

Aufgrund der vorstehenden Ausführungen kann künftig nicht ausgeschlossen werden das es durch Erreger, die durch Massentierhaltung produziert oder deren Entstehung und Verbreitung durch Massentierhaltung begünstigt wird, zu gefährlicheren Epidemien und Pandemien kommen kann.


Bovine spongiforme Enzephalopathie (BSE) oder umgangssprachlich auch "Rinderwahn":

Um die "Produktion" der Folteropfer des Menschen weiter zu verbilligen, gab man den Tieren, in diesem Fall den Rindern, statt des teuren Getreides so genanntes Tiermehl. Es wurde gewonnen aus dem Abfall der Schlachthöfe - aus Kadavern kranker Tiere, Kadavern aus Tierarztpraxen, Kadavern aus Versuchslaboren (denen man z. B. Krebszellen injiziert hatte), aus eingeschläferten Haustieren und aus unverkäuflichen Schlachtresten. Auch gestrandete Pottwale voll von PCB, die eigentlich als Sondermüll zu entsorgen gewesen wären, wurden verarbeitet. Alles landete in den Futterkrippen der Tiere ... und natürlich in Folge auf den Tellern der Menschen.
Als die Rinder, die sich von Natur aus ausschließlich von Pflanzen ernähren, gezwungen wurden, ihre kranken und toten Artgenossen zu verzehren, wurden sie krank. Mitte der achtziger Jahre starben in Großbritannien die ersten Rinder. In der Folgezeit stieg die Zahl der - nachgewiesenermaßen - an BSE erkrankten Tiere auf 180.000; Fachleute schätzen, dass in ganz Europa etwa 800.000 unerkannt in den Nahrungskreislauf gelangt sind. Auch BSE-erkrankte Rinder, die man schlachtete, wurden wiederum zu Tiermehl verarbeitet und weiterverfüttert. Mitte der neunziger Jahre war es dann nicht mehr zu verheimlichen: Die Krankheit gefährdet nicht nur die Tiere, sondern auch den Menschen. In Großbritannien sind inzwischen knapp hundert Menschen an der Rinderseuche (besser "Menschenseuche") gestorben. Experten halten es für möglich, dass es hundert- oder zweihunderttausend werden. Denn die Inkubationszeit, d. h. der Zeitraum zwischen Ansteckung und dem Ausbruch der Krankheit, kann 15, 20 oder auch 30 Jahre betragen.


Quelle: PETA e.V.


Vogelgrippe (klassische Geflügelpest, "H5"-Viren):

Es liegt die Vermutung nahe, dass sich die Vogelgrippe (bzw. deren Erreger) aus Geflügel-Massentierhaltung entwickelt hat und nicht, wie immer wieder propagiert, durch eine angebliche Ausbreitung über Wildvögel.
Zu diesem Thema wird auf die nachstehenden Ausführungen verwiesen, die Sie im Original hier nachlesen können.

1. Vogelgrippe ist eine Geflügelkrankheit ("Klassische Geflügelpest"). Sie entsteht, wenn gering pathogene (nur schwache Krankheitssymptome auslösende) Influenza-Viren längere Zeit in Geflügelbeständen zirkulieren, und dabei in hoch-pathogene Formen mutieren. Diese genetischen Mutationen, die bei verschiedenen Typen ("H5", "H7") von Influenza-Viren auftreten, sind bisher fast ausschließlich in Geflügelbeständen beobachtet worden. Die mutierten Viren können zwar auf wildlebende Vögel übertragen werden (selten auch auf Säugetiere), breiten sich aber in der Natur kaum aus und halten sich sogar unter günstigen Bedingungen nur eine begrenzte Zeit.

2. Seit etwa 10 Jahren wird weltweit eine Zunahme von Ausbrüchen von hochpathogener Geflügelpest beobachtet. Die Ursache ist die Ausbreitung der Massentierhaltungen, durch die sich die Wahrscheinlichkeit der Entstehung von hoch pathogenen Viren erhöht hat. Gleichzeitig hat die weltweite Verknüpfung der Geflügelindustrie die Gefahr einer interkontinentalen Ausbreitung von Viren wesentlich erhöht. So bezieht z.B. Bangladesh Eintagsküken aus Frankreich und USA, deutsche Eintagsküken werden nach Japan exportiert, usw.

3. Die Verbreitung der Vogelgrippeviren erfolgt auf verschiedene Weise durch Handel mit Geflügel und Geflügelprodukten. Wegen der Fixierung auf eine angebliche Ausbreitung durch Wildvögel bleiben die tatsächlichen Zusammenhänge jedoch meistens ungeklärt. Hier wird eine völlig unbewiesene Hypothese, nämlich die angebliche Rolle von Wildvögeln, als billiges Alibi missbraucht, um die Rolle des Geflügelhandels zu vertuschen.

4. Dies gilt auch für den Vogelgrippeausbruch in Mastenten-Beständen in Mittelfranken. Offiziell ist die Herkunft der Viren und der Weg der Einschleppung bis heute ungeklärt. Die angebliche Einschleppung durch Wildvögel ist reine Phantasie und hat mit der Realität nichts zu tun.

5. Genetische Vergleiche zeigen, dass die H5N1-Asia-Viren ursprünglich aus russischen Geflügelbeständen in tschechisches Geflügel eingeschleppt worden sind. Von dort gelangten sie offenbar mit Legehennen, die nach Mittelfranken zum Schlachten geliefert wurden, in die Mastentenbestände. Nach Erkenntnissen des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI, das zuständige Referenzlabor) zirkulierten die Viren in diesen Beständen unerkannt mehrere Wochen lang. In dieser Zeit wurde ein Teil der Enten geschlachtet; mit Viren kontaminiertes Tiefkühlgeflügel gelangte in den Handel und wurde auch nach der Entdeckung der Ausbrüche Wochen später nicht zurückgerufen.

6. Die Viren gelangten auch in Gewässer, vermutlich durch Geflügelmist, der als Naturdünger im Sommer beim Durchzug einer Regenfront ausgebracht worden war. Da alle infizierten Wildvögel an Fischteichen gefunden wurden liegt auch ein Zusammenhang mit Düngung von Fischgewässern mit Geflügelmist, und/oder mit kontaminiertem Fischbesatz nahe.

7. Kurz vor Weihnachten 2007 infizierten Schlachtabfälle von tiefgekühlten Enten, die an Hühner verfüttert worden waren, mehrere kleine Geflügelbestände in Brandenburg. Nach Angaben des FLI waren die Viren praktisch identisch mit Viren aus Mastenten, die in Mittelfranken eingelagert waren. Das beweist, dass auch in Deutschland mit Vogelgrippeviren infiziertes Geflügelfleisch in den Handel gelangen kann, weil es keine angemessenen Kontrollen großer Geflügel-Massentierhaltungen gibt.
Zum Glück starben in Brandenburg in drei infizierten Kleinbeständen nur wenige Hühner und Gänse. Es ist jedoch unklar, ob die gleichzeitige Ausbruchsserie in Polen, die schwere Verluste in mehreren großen Geflügelfarmen (fast 700.000 getötete Puten und Legehennen) zur Folge hatte, ebenfalls durch dieses Tiefkühlgeflügel ausgelöst wurde.

8. Freilandhaltungen spielen bei der Ausbreitung der Vogelgrippe in Europa nachweislich überhaupt keine Rolle. Vogelgrippeviren vertragen weder Sonnenlicht, noch Austrocknung oder höhere Temperaturen; zudem hat sich gezeigt, dass Kontakte zu infizierten Wildvögeln in der Realität nicht vorkommen. Dennoch konzentrieren sich die prophylaktischen Gegenmaßnahmen auf Freilandhaltungen, die durch die 2007 novellierte Geflügelpest-Verordnung grundsätzlich verboten sind, und nur quasi per Gnadenerweis der lokalen Veterinärbehörden "ausnahmsweise" genehmigt werden können.

9. Fazit: Geflügel-Massentierhaltungen sind ein erhebliches Gesundheitsrisiko, da sie die Entstehung von hoch pathogenen Influenzaviren begünstigen. Gefährdet werden dadurch auch naturnäher wirtschaftende Geflügelbetriebe, aber auch Wildvögel. Die angeblichen Gegenmaßnahmen, insbesondere die Stallpflicht, haben sich als sinnlos, wenn nicht kontraproduktiv, erwiesen und sollten so schnell wie möglich beendet werden.

(Quelle: http://www.wai.netzwerk-phoenix.net/index.php?option=com_content&view=article&id=68&Itemid=83)

Weitere Informationen dazu unter:

NABU-Deutschland: http://www.nabu.de/tiereundpflanzen/voegel/vogelgrippe/06193.html
Umweltjournal: http://www.umweltjournal.de/AfA_naturkost/9992.php
Süddeutsche-Zeitung: http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/seuchen-hausgemachte-gefahren-1.450256-2


Enterohämorrhagische Escherichia coli (EHEC):

Auch bei EHEC kann davon ausgegangen werden, dass diese Darminfektion in unmittelbarem Zusammenhang mit der Massentierhaltung steht. Der Erreger kommt hauptsächlich bei Wiederkäuern (z.B.: Rinder, Schafe, Ziegen) vor, ohne bei ihnen selbst Krankheiten auszulösen. Die Übertragung der Erreger erfolgt auf vielfältige Art und Weise überwiegend durch die direkte oder indirekte orale Aufnahme von Fäkalspuren. Der Erreger kann auch mit der Nahrung aufgenommen werden, insbesondere über rohes Fleisch, Rohmilch und Gemüse. Auch eine Infektion über fäkalienverseuchtes Trink- oder Badewasser ist möglich.
Beispielsweise verursachte mit Tierausscheidungen kontaminiertes Trinkwasser im Jahr 2000 im kanadischen Walkerton mehr als 2000 Erkrankungen und 18 Todesfälle. Bereits weniger als 100 Bakterien können für eine Ansteckung genügen.
(siehe hierzu auch Wikipedia: hier)

Weitere Informationen dazu unter:

Albert-Schweitzer-Stiftung: http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/ehec-aus-der-massentierhaltung
Themen der Zeit:  http://www.themen-der-zeit.de/content/EHEC_Ursache_Massentierhaltung.1460.0.html
Fernsehsender n-tv: http://www.n-tv.de/panorama/EHEC-wurde-foermlich-gezuechtet-article3538961.html


Schwere Akute Respiratorische Syndrom (SARS):

Leider kann auch bei dieser Infektionskrankheit (vgl. Wikipedia) ein Zusammenhang mit der Massentierhaltung nicht ausgeschlossen werden. SARS hat sich in Südchina entwickelt, wo Menschen ihren Lebensraum mit den Tieren teilen, die sie essen und somit sehr eng mit diesen Tieren zusammenleben. Dabei kann es durchaus vorkommen, dass ein Virus von Tieren auf Menschen überspringt.
Viele Viren sind für Tiere harmlos können aber mutieren und tödlich werden, wenn Menschen von ihnen infiziert werden.

Weitere Informationen dazu unter:

Umweltjournal: http://www.umweltjournal.de/AfA_naturkost/4605.php

 


2. Umweltschutz

Auch für die Umwelt ist Massentierhaltung höchst problematisch.
Die Massentierhaltung ist eine wesentliche Ursache des Klimawandels. Sie treibt nicht nur die globale Erwärmung weiter voran, sondern schädigt auch die Umwelt und Natur durch die riesigen Mengen anfallender Gülle, die auf die Felder ausgebracht eine hohe Nitrat-Belastung der Böden verursacht. Im Übermaß ausgebracht gelangt ein wesentlicher Anteil der Nitrate ins Grundwasser.
Dieses Wasser ist dann nicht mehr zum Trinken geeignet. In der Umgebung vieler Anlagen zur Massentierhaltung ist das Grundwasser nachweisbar stark mit Nitraten belastet. Dieses Problem wiegt besonders schwer in Niedersachsen, der deutschen Hochburg der Massentierhaltung. Über Flüsse gelangen Nitrate ins Meer, nachweisbar in den südlichen Küstengewässern der Nordsee und in der gesamten Ostsee. Dort verursachen sie Massenwachstum von Algen und pflanzlichem Plankton. Nach deren Absterben kommt es zu großflächigen Fäulnisprozessen, die das Leben im Meer vergiften.

Um mehr Anbauflächen für die Futtermittel zu bekommen werden zum Teil auch Teile der Regenwälder abgeholzt. Wie jedem hinlänglich bekannt sein dürfte wird hierdurch auch der Klimawandel gefördert.

Ausserdem wird bei der Fleischproduktion eine gigantische Menge an Wasser verbraucht. Dies veranschaulicht Ihnen die nachstehende Tabelle:
 

Produkt Benötigtes Wasser in Liter, um
1 kg des Produktes zu erzeugen
Rindfleisch 16.000 Liter
Schweinefleisch 5.900 Liter
Geflügelfleisch 2.800 Liter
Brot 1.100 Liter

(Quelle: Bommert 2009, S.126, und Hirn 2009, S.163, aus http://www.politikundunterricht.de/1_11/ernaehrungskrisen.pdf)


(Quelle: PETA Deutschland e.V.)

1 Steak entspricht etwa 225 bis 250 g.
Dafür werden 4000 Liter Wasser benötigt. Bei 1 kg entspricht dies dem o.g. Tabellenwert von 16.000 Litern.

Zur Herstellung eines Burgers braucht man rund 3000 Liter Wasser.
Allein in Großbritannien wurden 2012 ca. 5 Milliarden Burger verzehrt, das entspricht ca. 15 Billionen Liter Wasser.
Um ein Hähnchen zu erzeugen braucht man rund 9000 Liter Wasser.

Zum Vergleich dazu auch mal ein paar Zahlen, wieviel Wasser zur Herstellung anderer Artikel benötigt wird:
-- 1 kg Schokolade - ca. 27000 Liter Wasser, das sind ungefähr 2700 Liter pro Tafel
-- 1 Baumwollschlafanzug - ca. 9000 Liter Wasser
-- 100 Liter Wasser für eine Tasse Kaffee - und zwar bevor der Kaffee überhaupt aufgebrüht wird
-- für eine Ein-Liter-Flasche aus Plastik werden ca. 4 Liter Wasser benötigt
-- um einen einzigen in einem Handy, PC, Navi, iPad etc. verbauten Chip herzustellen werden ca. 72 Liter Wasser gebraucht
(Quelle: Buch "Zehn Milliarden" von Stephen Emmott, Seite 78 - 81).

Auch im Angesicht der Klimadebatte ist die industrielle Fleischproduktion skandalös: Während bei der Erzeugung von z.B. Weizen oder Karotten nur 230 bzw. 69 g CO2-Äquvalente pro kg emittiert werden, sind es bei Rindfleisch 10693 g/kg - es besteht also ein enormes Klimaentlastungspotential durch eine fleischreduzierte oder vegetarische Ernährungsweise. Dies ergab eine an der Universität Gießen durchgeführte Studie.
(Quelle: VEBU-Pressemeldung 04.09.2006)

Ein Kilo Schweinesteak zu erzeugen verursacht rund 20 Mal mehr Treibhausgase als ein Kilo Gemüse zu produzieren.
(Quelle: Grüne Bundestagsfraktion, Flyer 18/27)

Fazit: Die Tierzucht und Fleischproduktion verbraucht die Hälfte der Trinkwassermenge und verschmutzt unser Wasser gleichzeitig am stärksten. Die Fleischproduktion schädigt damit das Klima stärker als Autofahren.

 


3. Welternährung

Auch auf die Welternährung hat Massentierhaltung erhebliche Auswirkungen.

Weil Futtermittel aus den sogenannten "Dritt-Welt-Ländern" preiswert zu haben sind und die Anbauflächen im eigenen Land nicht ausreichen werden grosse Mengen an Getreide von den reichen Industriestaaten aus diesen Ländern als Futtermittel importiert, um damit die Fleischproduktion hierzulande in Gang zu halten.
Wäre dies nicht in diesem Ausmaß der Fall, so hätten die "Dritt-Welt-Länder" ihr Getreide selbst zur eigenen Verfügung.

Der Import ist deshalb notwendig, weil für die Fleischproduktion sehr viel Getreide benötigt wird.
Aus der nachstehenden Tabelle können Sie ablesen, wieviel kg Getreide für die Produktion eines einzigen kg Fleisch benötigt werden.

Fleisch und Welthunger:
 

Produkt Für ein kg des Produktes
werden ... kg Getreide benötigt
Rindfleisch 9 kg
Schweinefleisch 6,5 kg
Geflügelfleisch 2,6 kg
Brot 1 kg

(Quelle: Bommert 2009, S.126, und Hirn 2009, S.163, aus http://www.politikundunterricht.de/1_11/ernaehrungskrisen.pdf)

"Wir müssen in den kommenden 40 Jahren die gleiche Menge von Lebensmitteln herstellen wie in den letzten 8000 Jahren",
sagte Jason Clay von der Umweltorganisation WWF. Diese Erkenntnis beruht auf der einfachen Tatsache des stetigen Ansteigens der Weltbevölkerung. Dieses unterliegt seit etwa 1930 einer deutlich progressiven Steigerung (siehe nachstehende Grafik).


(Quelle: http://news.orf.at/stories/2033334/2033327)

Daraus ergibt sich auch die folgende Prognose: Im Jahr 2050 braucht die Weltbevölkerung die Ressourcen von 3 Erden !!!
(Welt-Online-Autorin: Alexandra Stahl, 11.01.2012)

Ein Umsteuern ist unausweichlich, wenn in Zukunft neun Milliarden Menschen auf der Welt satt werden sollen. Dies ist, wenn überhaupt, nur über eine drastische Reduzierung des Fleischkonsums zu erreichen.

Man könnte wesentlich mehr Menschen ernähren, wenn die Gesellschaft deutlich weniger Fleisch essen würde. Denn auch die Tiere müssen über längere Zeit mit Getreide und Pflanzen gefüttert werden, bevor sie geschlachtet werden. Etwa 75 Prozent aller Anbaupflanzen werden an die so genannten Nutztiere verfüttert. Auf 10.000 Quadratmetern Land kann man ungefähr 23.000 Kilo Gemüse wie zum Beispiel Kartoffeln anbauen. Doch mit der Ernte der gleichen Fläche könnte man entsprechend nur etwa 190 Kilogramm Fleisch herstellen.
Man sagt, dass alle Zuchttiere auf der Welt eine Futtermenge verbrauchen, die dem Kalorienbedarf von 8,7 Milliarden Menschen entspricht - also mehr als die derzeitige Weltbevölkerung. Von der Menge her könnte man demnach alle Menschen auf der Erde mühelos von den vorhandenen Nahrungsmitteln ernähren, wenn es keine solche Massenproduktion gäbe und die Leute viel weniger Fleisch essen würden.

Derzeit wird knapp 40% der Weltgetreideernte an Nutztiere verfüttert, während 1,5 Milliarden Menschen unter Hunger und Fehlernährung leiden und knapp 100 Millionen jedes Jahr am Hunger und seinen Folgen sterben. Etwa 90 % der europäischen Soja-Importe sind für die Tierhaltung bestimmt.


Jährlicher Flächenbedarf einer Person in Deutschland durch den Konsum von Fleisch und im
Vergleich zu ausgewählten pflanzlichen Produkten:

(Quelle: WWF)

Man kann buchstäblich sagen: Wie leben von der Armut der Anderen!!!
Damit die Menschen hierzulande ein Stück Fleisch essen können müssen anderswo Menschen hungern!

Initiative gegen Massentierhaltung - www.massentierhaltung-abschaffen.de